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Das tote Pferd

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt: “Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.”

Doch im Berufsleben versuchen wir oft andere Strategien, nach denen wir in dieser Situation handeln:

Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir wechseln die Reiter.
Wir sagen:”So haben wir das Pferd doch immer geritten.”
Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen, damit sie schneller werden.
Wir erklären: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.”
Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.
Wir erklären, dass unser Pferd “besser, schneller und billiger” tot ist.
Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für tote Pferde.
Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

usw usw usw…

Ein interessantes Fundstück im großen www…

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  1. Max
    Mai 2, 2010 um 18:10

    Ein echter Freund knallt den Gaul ab, wenn er leidet. Mag makaber wirken und ich bin froh , dass ich nie Tiere töten musste, aber in Deinem Post steckt viel Weisheit. Darf ich maxig werden? Es ist nicht neu, doch es ist schön zu sehen, dass jüngere Menschen dein Denken teilen. Chapeau!

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    • Mai 2, 2010 um 23:09

      Wie du siehst, gibt es eine Menge Möglichkeiten aus einem toten Gaul noch was rauszuholen, man muss es nur richtig repräsentieren. Wie sagst du immer so schön? Stehts zu Diensten, Maestro!

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  2. Max
    Mai 3, 2010 um 11:09

    Maestro, hmm das gefällt mir mal prima! Sir Max geht aber auch…! Ich habe mich mal so am Telefon gemeldet:“Großwesir MaxMatthias von Nachname!“ Die Antwort war die pure Frechheit:“ Großkotz würde ich eher sagen, Großkotz!“ Du kannst Dir denken, wo ich ablachen musste…!

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    • Mai 3, 2010 um 17:55

      Klar, Sir Max geht aber auch… aber sonst biste noch ganz dicht unterm Scheitel? Also „Graf von und zu Großkotz“ würde in deinem Fall auch ganz gut passen. Ich nehme an, das würde dir sogar noch gefallen. *hehe*
      Es kommt halt immer auf die entsprechende Formulierung und Ausschmückung an, wie ich eine Person bezeichne. So z.B.: Ach, was bist du heute wieder für ein erfrischendes kleines Arschpaket. Oder aber, man sagt: Du verdammtes, verf…… Arschloch, pack dein Fahrgestell und verpiss dich. Ne, so geht das eben nicht. 🙂

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