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Eine gute Ehefrau

Nicht zu fassen, dass es damals solche Bücher gab.

© Corbis-Bettmann, New York Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.

Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.

Das traute Heim

Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre „kleinen Schätze“ und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

Opfere dich auf – ER ist der Chef!

Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen – und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.

Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.

Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

© Housekeeping Monthly, 1955

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  1. Max
    Juni 21, 2010 um 08:37

    Jupp, das Gesellschaftsbild in der jungen BRD war erschreckend rückständig. Auch Erziehungsmethoden unterlagen diesen Werten. Dass es dieses Buch gibt wusste ich zwar, hatte aber noch nie darin gelesen.

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  2. Juni 21, 2010 um 10:13

    Hi Angelo, ich habe auch noch ein Buch aus den 50igern, in dem die Frau lernt, eine gute Hausfrau zu sein. Ist interessant zu lesen. Auch habe ich noch ein Exemplar, in dem es um die wirtschaftliche Entwicklung zu dieser Zeit geht. Ebenfalls sehr interessant zu lesen. Es waren halt andere Zeiten… aber, du hast dem da oben sicher nichts beigefügt? 😉

    Liebe Grüße,
    Emily

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  3. Max
    Juni 21, 2010 um 11:23

    Für mich sind solche Texte Zeitdokumente, die belegen, dass die BRDeutschen mit Demokratie gar nix anfangen konnten. Was in diesen Büchern gefordert wird basiert auf Werten der Kaiser- und der Nazizeit. Dieses Denken legte den Grundstein für die ’68er‘, die RAF. Leider wurde es ein harter Kampf. War er unnütz? Jein! Er war kontraproduktiv, weil der Staat deswegen seine Überwachung ausgebaut hat. Ja, er war gut, weil Demokratie nicht an der Wahlurne endet!

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  4. Juni 21, 2010 um 13:15

    Ja, damals, da wussten die Frauen noch was sich Männer wünschen. *lol

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    • Juni 21, 2010 um 13:51

      Hab dir den Artikel (natürlich mit Link zu deienr Seite!) geklaut und ausführlich dokumentiert. *lol

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  5. Juni 22, 2010 um 17:25

    Diese Verhaltensmaßnahmen sind antiquiert, also nicht mehr zeitgemäß, Gott sei Dank! Zugegeben, ich wollte mich zuerst über diesen Artikel lustig machen. Aber ich habe es nicht getan, weil ich es für damalige Verhältnisse nicht in Ordnung fand und in unserer heutigen Zeit erst recht nicht.

    Und ja, in der damaligen DDR lief das ganz anders ab. Da waren die Frauen echte Profis, was Beruf und Familie anging. Aber dies wurde ja auch vom Staat gefördert!

    Heute sollten Frau und Mann gleichgestellt sein. Dies bedeutet auch, wenn die Frau von der Arbeit erschöpft nach Hause kommt, dass ihr Mann sich um ihre Belange kümmert, damit sie sich erholen kann. Es gibt schon einige Punkte in diesem Buch, die ich sehr wohl akzeptiere, denn sie zeigen, dass man den Ehepartner liebt und ihn verwöhnen möchte. Jedoch gelten diese für BEIDE EHEPARTNER und nicht nur für das Frauchen am Herd!

    PS:
    AnnaMama, kann ich meine Hemden heute bei dir abholen, die du für mich bügeln wolltest? Braves Frauchen… *grins*

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    • Juni 22, 2010 um 18:22

      Und das aus dem Mund eines Vollblutitalieners (bist du doch, oder?).
      Ich muss dir aber in allen Punkten Recht geben, trotzdem konnte ich nicht anders, ICH musste mich einfach darüber lustig machen. Aber weil ich eine Frau bin, darf ich das. 😉

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      • Juni 22, 2010 um 18:33

        Hey, auch Italiener sind ganz nette Menschen. Die tun doch nur immer so als ob, du verstehn. 😉

        Eigentlich hätte ich mich ruhig weiter aus dem Fenster lehnen können, da mein Ruf hier eh schon im Eimer ist. Schließlich denke ich ja nur an das EINE. *hehe*

        Nun, ich habe da mal was vorbereitet. Guckst du gleich…

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  6. schattenzwerg
    Juni 23, 2010 um 07:39

    hrhr hier steht auch noch so ein buch … muss das mal dezent offen liegen lassen *g

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  1. Juni 21, 2010 um 13:22

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