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Posts Tagged ‘Facebook’

Politisch engagiert auf dem Sofa

„Eventuell muss man irgendwann aufhören,

den ganzen Tag politisch engagiert auf dem Sofa zu sitzen.“

(die verhuschte @FrauSieben)

mann-der-auf-sofa

~~~

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Ein WUNDER(volles) Land für Alice

Eine Gruppe wurde in Facebook erstellt, um Hilfe für die kleine Alice zu bekommen.

Ein wunder(volles) Land für Alice

Maya Heyes Tochter Alice ist krank und braucht all unsere Hilfe. Die Suche nach einem Spezialisten gestaltet sich schwerer als gedacht und wir alle wissen, das die Krankenkassen nicht alles übernehmen. In dieser Gruppe werden Bücher und andere Dinge versteigert, um so an ein wenig Geld für Alice ihre Behandlung zu kommen, oder zumindest Geld für den Sprit, damit sie quer durch Deutschland fahren kann. Mehr Informationen und natürlich wünschenswerte Auktionen gibt es hier in der Facebook Gruppe: Ein WUNDER(volles) Land für Alice Schaut doch einfach mal vorbei, wenn Ihr der kleinen Alice helfen wollt.

Tagebuch der Eltern

Ein wunder(volles) Land für Alice_02

Michael Stokes für 30 Tage von Facebook gesperrt

WHAT THE FUCK Facebook? Erst wurde er für 24 Stunden gesperrt, weil er ein Buch Cover gepostet hatte, auf welchem ein nackter Mann abgelichtet war. Es ging übrigens um dieses Buch hier: Bare Strength Hardcover – November, 2014 (Amazon) Aber es kommt noch schlimmer.

Die Künstlerseite Michael Stokes Photography (Facebook)  wurde doch dann tatsächlich einige Tage später für weitere 30 Tage gesperrt, nachdem das Foto mit den beiden Uniformierten erschien. Ich kann es nicht nachvollziehen warum diese Sperre veranlasst wurde, denn die Arbeiten von Stokes sind wundervoll. Es geht hier um KUNST und nicht um Pornografie. Da gibt es nämlich einen feinen Unterschied!

Aber überlegen wir einmal. Amerikaner! Uniformen! Zwei Männer! Ein angedeuteter Kuss! Da zeigt sich doch mal wieder das amerikanische homophobe Arschloch! (Und ja, ich weiß, die Amerikaner sind es nicht alleine.)

This really pisses me off!

https://twitter.com/Stokes_Photo/media

Michael Stoke - Facebook 24 Std.-Sperre

https://twitter.com/stokes_photo

Michael Stoke - Facebook 30-Tage-Sperre

Ich bin ein Star – holt mich hier raus!

Geduld – Eine kleine traurige Geschichte

September 24, 2012 3 Kommentare

Wie viele andere, bin auch ich vor einiger Zeit in Facebook über diese Geschichte gestolpert. Es ist eine traurige Geschichte und sie hat mich sehr berührt. Hier geht es um die Lektion Geduld. Nimm dir etwas Zeit, lehne dich zurück und denke ein kleines bisschen über dein Leben nach.

Dies schrieb ein New Yorker Taxifahrer:

Ich wurde zu einer Adresse hinbestellt und wie gewöhnlich hupte ich als ich ankam. Doch kein Fahrgast erschien. Ich hupte erneut. Nichts. Noch einmal. Nichts. Meine Schicht war fast zu Ende, dies sollte meine letzte Fahrt sein. Es wäre leicht gewesen einfach wieder wegzufahren. Ich entschied mich jedoch dagegen, parkte den Wagen und ging zur Haustür. Kaum hatte ich geklopft, hörte ich eine alte gebrechliche Stimme sagen „Bitte, einen Augenblick noch!“
Durch die Tür hörte ich, dass offensichtlich etwas über den Hausboden geschleift wurde.

Es verging eine Weile bis sich endlich die Tür öffnete. Vor mir stand eine kleine alte Dame, bestimmt 90 Jahre alt. Sie trug ein mit Blümchen bedrucktes Kleid und einen dieser Pillbox Hüte mit Schleier, die man früher immer getragen hat. Ihre gesamte Erscheinung sah so aus, als wäre sie aus einem Film der 1940 Jahre entsprungen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Nylon Koffer. Da die Tür offen war, konnte ich nun auch in die Wohnung spinksen. Die Wohnung sah aus als hätte hier über Jahre niemand mehr gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern abgedeckt. Die Wände waren völlig leer – keine Uhren hingen dort. Die Wohnung war fast komplett leer – kein Nippes, kein Geschirr auf der Spüle, nur hinten in einer Ecke sah ich etwas. Einen Karton, der wohl mit Photos und irgendwelchen Glas-Skulpturen bepackt war.

„Bitte, junger Mann, tragen sie mir meinen Koffer zum Wagen?“ sagte sie. Ich nahm den Koffer und packte ihn in den Kofferraum. Ich ging zurück zur alten Dame um ihr beim Gang zum Auto ein wenig zu helfen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen gemeinsam in Richtung Bürgersteig, zum Auto.

Sie bedankte sich für meine Hilfsbereitschaft.
„Es sei nicht Rede wert“ antwortete ich ihr, „Ich behandle meine Fahrgäste schlicht genauso, wie ich auch meine Mutter behandeln würde!“
„Oh, sie sind wirklich ein vorbildlicher junger Mann.“ erwiderte sie.

Als die Dame in meinem Taxi Platz genommen hatte, gab sie mir die Zieladresse, gefolgt von der Frage, ob wir denn nicht durch die Innenstadt fahren könnten.
„Nun, das ist aber nicht der kürzeste Weg, eigentlich sogar ein erheblicher Umweg.“gab ich zu bedenken.
„Oh, ich habe nichts dagegen „, sagte sie. „Ich bin nicht in Eile. Ich bin auf dem Weg in ein Hospiz.“
„Ein Hospiz?“ schoss es mir durch den Kopf. Scheiße, Mann! Dort werden doch sterbenskranke Menschen versorgt und beim Sterben begleitet. Ich schaute in den Rückspiegel, schaute mir die Dame noch einmal an.

„Ich hinterlasse keine Familie“ fuhr sie mit sanfter Stimme fort. „Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange.“
Ich schaltete das Taxameter aus. „Welchen Weg soll ich nehmen?“ fragte ich.
Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir einfach durch die Stadt. Sie zeigte mir das Hotel, indem sie einst an der Rezeption gearbeitet hatte. Wir fuhren zu den unterschiedlichsten Orten. Sie zeigte das Haus indem sie und ihr verstorbener Mann gelebt hatten als sie noch „ein junges, wildes Paar“ waren. Sie zeigte mir ein modernes neues Möbelhaus, dass früher „ein angesagter Schuppen“ zum Tanzen war. Als junges Mädchen habe sie dort oft das Tanzbein geschwungen.

An manchen Gebäuden und Straßen bat sie mich besonders langsam zu fahren. Sie sagte dann nichts. Sie schaute dann einfach nur aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken noch einmal auf eine Reise zu gehen. Hinter dem Horizont kamen die ersten Sonnenstrahlen. Waren wir tatsächlich die ganze Nacht durch die Stadt gefahren?
„Ich bin müde“ sagte die alte Dame plötzlich. „Jetzt können wir zu meinem Ziel fahren“

Schweigend fuhren wir zur Adresse, die sie mir am Abend gegeben hatte. Das Hospiz hatte ich mir viel größer vorgestellt. Mit seiner Mini-Einfahrt wirkte es eher wie ein kleines freundliches Ferienhaus. Jedoch stürmte kein kaufwütiger Makler aus dem Gebäude sondern zwei eilende Sanitäter die, kaum hatte ich den Wagen angehalten, die Fahrgasttüre öffneten. Sie schienen sehr besorgt.
Sie mussten schon sehr lange auf die Dame gewartet haben.

Und während die alte Dame im Rollstuhl platz nahm, trug ich ihren Koffer zum Eingang des Hospiz.
„Wie viel bekommen sie von mir für die Fahrt?“ fragte sie, während sie in ihrer Handtasche kramte.
„Nichts“, sagte ich,
„Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen«, antwortete sie.
„Es gibt noch andere Passagiere“ erwiderte ich mit einem Lächeln.
Und ohne lange drüber nachzudenken, umarmte ich sie. Sie hielt mich ganz fest an sich. „Sie haben einer alten Frau auf ihren letzten Meter noch ein klein wenig Freude und Glück geschenkt. Danke“ sagte sie mit glasigen Augen zu mir.
Ich drückte ihre Hand, und ging ging dem trüben Sonnenaufgang entgegen … Hinter mir schloss sich die Tür des Hospiz. Es klang für mich wie der Abschluss eines Lebens.

Meine nächste Schicht hätte jetzt beginnen sollen, doch ich nahm keine neuen Fahrgäste an. Ich fuhr einfach ziellos durch die Straßen – völlig versunken in meinen Gedanken. Ich wollte weder reden, noch jemanden sehen. Was wäre gewesen, wenn die Frau an einen unfreundlichen und mies gelaunten Fahrer geraten wäre, der nur schnell seine Schicht hätte beenden wollen. Was wäre, wenn ich die Fahrt nicht angenommen hätte. Was wäre, wenn ich nach dem ersten Hupen einfach weggefahren wäre?

Wenn ich an diese Fahrt zurück denke, glaube ich, dass ich noch niemals etwas Wichtigeres im Leben getan habe.
In unserem hektischen Leben, legen wir besonders viel wert auf die großen, bombastischen Momente. Größer. Schneller. Weiter.
Dabei sind es doch die kleinen Momente, die kleinen Gesten die im Leben wirklich etwas zählen.
Für diese kleinen und schönen Momente sollten wir uns wieder Zeit nehmen. Wir sollten wieder Geduld haben – und nicht sofort hupen – dann sehen wir sie auch.

(Aus dem Englischen übersetzt von Markus Brandl)

Neulich beim Mc Drive

August 13, 2012 6 Kommentare

Heute schon ausgiebig gelacht? Dann ist das garantiert etwas für meine Leserschaft. Eine herrliche Verarschung – Ist mir in FB über den Weg gelaufen. ^^

„Hiere Bechellung hippe.“

Knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen.
Klingt für mich nach Schellackplatte… Aus
Erfahrung aber weiß ich, dass sich die Stimme
(männlich… weiblich… Wohl eher männlich)
am anderen Ende dieses Dosentelefons soeben
nach meiner Bestellung erkundigt hat.

Jetzt einfach zu bestellen wäre mir zu
langweilig, also frag ich:

„Haben sie etwas vom Huhn?“

Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer
verständliches Wort, das aber eindeutig mit:
„…icken“ endet. Ich antworte:

„Später vielleicht, zunächst möchte ich was essen.“
Etwas lauter tönt es zurück:
„SCHICKEN?“ Ich kann es mir nicht verkneifen:

„Nein ich würde es gleich selbst abholen.“

Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir
belustigt die genervte Visage des
McDoof-Knechts vor. Als die Sprechpause zu
lang werden droht, sage ich:
„Ach sie meinen CHICKEN? Nö, lieber doch
nicht. Haben sie vielleicht Presskuh mit
Tomatentunke im Röstbrötchen?“

„Hamburger?“ fragt mein
unsichtbares Gegenüber zurück.
Wahrheitsgemäß antworte ich:

„Nein ich bin von hier. Aber hat das
denn Einfluss auf meine Bestellung?“

„Wol-len sie ei-nen Ham-bur-ger?“

„Jetzt beruhigen sie sich mal, ja ich nehme einen.“

„Schieß?“

„Stimmt, hatte ich nach meiner letzten
Mahlzeit hier, mittlerweile ist meine
Darmflora aber wieder wohlauf, ich denke ich
kann es erneut riskieren.“

Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid
zu tun. Er kann ja nichts für seinen Job,
aber ich ja schließlich auch nicht.

„Ob sie KÄ-SE auf den Hamburger möchten?“

„Ah ja gern, ich nehme einen mittelalten
Pyrenäen Bergkäse, nicht zu dick geschnitten,
von einer Seite leicht angeschmolzen.“

Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher:
„Sicher doch.“ oder
„Arschloch“
lautet, kann ich nicht genau heraushören…
Deutlicher erklingt nun:

„Was dazu?“

„Doch ja, ich hätte gern diese
gesalzenen frittierten
Kartoffelstäbchen.“

„Also Pommes?“

„Von mir aus auch die…“

„Klein, Mittel, Groß?“

„Gemischt, und zwar jeweils zu einem
drittel große, mittlere und kleine.“

„WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH
VERARSCHEN???“
Diese wiederum sehr laut formulierte Frage
verstehe ich klar und deutlich, sie verlangt
eine ehrliche Antwort:

„Falls das die Bedingung ist, hier etwas
zu Essen zu bekommen, JA, also?
Machen wir weiter?“

Die Stimme schnauft kurz und fragt:
„Gut, gut. Pommes, etwas zu den Pommes?“

„Ein schönes Entrecôte, blutig und ein
Glas 1996er Spätburgunder bitte.“

„ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR
BLUTIG!!!“

„Machen sie das, aber verschütten sie
dabei bitte nicht den Wein.“

„Schluß jetzt, Schalter 2. 4Euro 15.“

Schon vorbei, gerade als es anfing lustig zu
werden. Aber ich habe noch ein Ass im Ärmel.
Ich zahle mit einem 500 Euro Schein.

„Tut mir leid, aber ich hab`s nicht größer.“

Freundlich werde ich ausgekontert:
„Kein Problem.“ Mit kaltem Blick lässt ein
bemützter Herr mein Wechselgeld auf den
Stahltresen klappern. Nicht mit mir
Freundchen, ich will den Triumph.

Also, Zeit fürs Finale.

„Kann ich bitte ne Quittung
bekommen?“ frage ich überfreundlich.
„Ist ein Geschäftsessen!“

Soziale Netzwerke – Die Spinne im Netz

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