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Posts Tagged ‘Vertrautheit’

Jahreszeiten ~Winter~ von Gerry Stratmann und Nathan Jaeger

Manche Bücher kann man genießen wie einen edlen Wein!

„Jahreszeiten – Winter“ von Gerry Stratmann und Nathan Jaeger

Dieser Band enthält zwei voneinander unabhängige Kurzgeschichten.

Jahreszeiten Winter

Gay-fusioN GbR

Winterwundergarten (Schneeseelen 2) von Nathan Jaeger
Mika Gustav will es tun! Die wichtigste Frage seines bisherigen Lebens stellen. Doch soll es kein schnöder, einfallsloser Antrag sein, sondern einfach passend. Zu Jaron, zu ihm – ihren Schneeseelen. (Text Amazon)

Nein, einfallslos ist Mika Gustav nun wirklich nicht. Mit gut durchdachten Vorbereitungen, bis ins kleinste Detail und mächtigem Herzklopfen, ist Mika bemüht seinem Liebsten mit einem unvergesslichen Antrag in den Hafen der Ehe zu „locken“. Es ist kurz vor Weihnachten und da er weiß, wie sehr es Jaron lieben wird, verwandelt er den verschneiten Garten in einen „Winterwundergarten“. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. ^^ Wenn Worte meine Sprache wären… Nathan Jaeger hat die Worte, um mir zu sagen, was er fühlt.

Wer gerne wissen möchte wie Jaron und Mika sich kennengelernt haben, dem empfehle ich Schneeseelen vorab zu lesen.

 

Race-Board vs. Skiing von Gerry Stratmann
Sören Kaufmann war schon lange nicht mehr in den Bergen, deshalb bucht er zum Jahreswechsel einen Urlaub auf der Turracher Höhe. Lange Waldspaziergänge stehen auf seinem Erholungsplan, ebenso die Auffrischung seiner Skikünste, doch wie so oft hat das Schicksal seine eigenen Pläne für Sören – und dessen Liebesleben … (Text Amazon)

Auch dieser Autor versteht es, mit einer Liebe zum Detail, mich zu beeindrucken. Eine wunderbare Liebesgeschichte führte mich durch humorvolle, berührende und auch spannende Momente. Und das im verschneiten Österreich, wo nicht nur das Kaminfeuer heftig knisterte. ^^ Eine rundum gelungene Kurzgeschichte, bei der ich es nur sehr bedauerte, dass irgendwann auf der letzten Seite ENDE stand. Ich hätte mir gerne mehr gewünscht, aber vielleicht darf man ja mit einer Fortsetzung rechnen.

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Der letzte Kuss

September 18, 2012 5 Kommentare

NEIN, bloß nicht! Ich könnte küssen, den ganzen Tag, die ganze Nacht. Wenn ich dieses wunderschöne Bild sehe, gerate ich in’s Schwärmen. Ist das nicht schön? Ist das schön? Sagt doch!!! Und klar ist auch, wenn ich mal so richtig in Fahrt komme, ist mein Schatzemann nicht hier. Aber der Abend ist ja noch jung, ne!? ^^

(Last Kiss by Martinakis Adam)

Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsgedichte. Der passende Rahmen für das Bild.

Auf die Hände küßt die Achtung,
Freundschaft auf die offne Stirne,
Auf die Wange Wohlgefallen,
Selge Liebe auf den Mund;
Aufs geschloßne Aug die Sehnsucht,
In die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde,
Überall sonst hin Raserei.

(Franz Grillparzer)

Man merkt, ich bin heute wieder recht romantisch eingestellt.

Während du kamst…, in meinen Armen


Solche Gedichte mag ich einfach. Da werden Sehnsüchte in mir wach, Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit und dem Gefühl sich fallenlassen zu können, bei einem Menschen, dem man grenzenlos vertraut!

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Während du kamst…, in meinen Armen.
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Du hast mich berührt, an meinen Händen,
unmerklich und beiläufig sanft.
Es war ein Hauch von Wärme…, ein Hauch von Zuneigung,
endlich alleine mit uns, alle Gäste waren zufrieden, wir auch.
Kein Abwasch mehr, es ist schon spät.

Wir nahmen uns in die Arme und gingen zu Bett…,
wir lagen da, etwas erschöpft, es war ein anstrengender Abend.
Ich hörte dich atmen, als ich dich berührte…, es erregte mich.
Dieses vertraute Berühren, diese Nähe…, zu dir.

Unsere Lippen begegneten sich hin und wieder,
dieses Streicheln des Rückens, des Halses und unserer Ohren.
Wir umarmen uns und atmen, ruhig und gefasst,
unsere Körper ahnen es bereits…, wir auch.

Die Finger und unsere Hände bedecken die Körper,
auch die Lippen unsere Haut.
Spüre deine Haare an meinem Hals…, in meinem Gesicht,
…spüre nur dich.

Mein Atem wird schneller, deiner bleibt ruhig,
ich streichle deinen Atem und dein Gesicht.
Spüre dich nach allen Seiten, verliere mich.
Dein Körper umschlingt den meinen, und ich den deinen.

Ein anderer Rhythmus, eine neue Melodie…,
aber wir spüren unsere Körper, umschlungen und nah.
Ein Streicheln der Hüften, der Schenkel, des Halses.
Der Kuss…, und nur der.

Heftiges Atmen unserer Körper, die Freude der Nähe,
der Berührungen und des Jetzt…, der Augen blicke.
Nur noch sanfte Berührung, ein Streicheln der Haut,
meine Hände und Finger in deinen Haaren, deine um mich.

Leises Beben und Zittern der Körper, das Verlangen…,
Verlangen nach dir.
Die Berührung ganz tief, unter der Haut,
der Atem erregt, die Körper umschlungen.

Deine Lippen sehr kühl, aber weich,
du bist nun bei dir…, mit mir.
Und ich in dir, während du kamst…
… in meinen Armen.
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